12.11.2018
102 Business Executives beginnen ihre globale EMBA-Reise
102 Business Executives beginnen ihre globale EMBA-Reise
Am 3. November haben wir die zwei neuen Global EMBA 2018 Klassen begrüsst, bestehend aus 102 Führungskräften aus der ganzen Welt. Gemeinsam begeben sie sich auf Ihre 20-monatige Reise.

Als eines der internationalen Flaggschiff-Programme von CEIBS hat sich der Global EMBA durch die internationale Expansion von CEIBS in den letzten 24 Jahren stark weiterentwickelt. Im Oktober wurde der CEIBS Global EMBA erstmals auf Platz 5 der 2018-Rangliste der Financial Times unter den 100 besten EMBA-Programmen der Welt eingestuft und ist folglich das am höchsten bewertete Einzelprogramm. Das Ranking macht deutlich gezeigt, dass der CEIBS Global EMBA eine erstklassige Ausbildung ist, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur eine vielfältige, sondern auch eine zunehmend internationale Erfahrung bietet.

Das CEIBS Global EMBA-Programm funktioniert seit 2016 zweigleisig. Das neue Programmdesign bietet mehr Flexibilität für die in der Regel vielbeschäftigten Teilnehmer. Die Bewerberzahlen sind in den letzten Jahren stark gestiegen, so dass erstmals mehr als 100 Teilnehmer am Global EMBA teilgenommen haben, was natürlich auch die Vielfalt der GEMBA-Familie weiter vergrössert.

Das vielschichtig internationale Klassenzimmer

Die Teilnehmer kommen aus 21 Ländern und fünf Kontinenten. Auch dieses Jahr vereint die Klasse unterschiedlichen Positionen, Funktionen sowie verschiedene Branchen. Dieser starke Mix aus erfahrenen und leistungsstarken Führungskräften führt mit Sicherheit wieder zu einer positiven Dynamik im Klassenzimmer.

Mehr sogenannte “Fly-in Students”

Da China eine Schlüsselrolle in der Weltwirtschaft spielt, verlagern immer mehr führende Unternehmen ihren Fokus auf China mit der Erwartung, eine Verbindung von und nach China aufzubauen. CEIBS bietet die Möglichkeit, durch sein Top-EMBA-Programm das Verständnis für und das Wissen über China zu erweitern und gleichzeitig in Chinas grösstes Business School Alumni-Netzwerk einzusteigen.

In diesem Jahr gibt es mehr Fly-in-Studenten in der Global EMBA-Klasse. 48% der Teilnehmer sind außerhalb von Shanghai ansässig, während 25% außerhalb des chinesischen Festlandes ihren Wohnsitz haben. Die längste Reise für das Eröffnungsmodul wurde von einem Teilnehmer aus Kapstadt in Südafrika zurückgelegt. So verbessert also der Global EMBA unsere Präsenz auf der ganzen Welt.

Steigende Zahl chinesischer Teilnehmer

Es ist 40 Jahre her, dass mit Chinas Reformpolitik die Öffnung des Landes begann. China hat in dieser Zeit eine grosse wirtschaftliche und soziale Entwicklung gemacht. Mit der "Belt and Road Initiative" verstärkt China seine Öffnung weiter voran und wird sich folglich auch Chinas Wirtschaft weiterhin stärker in die Weltwirtschaft integrieren. In dieser neuen Phase der Globalisierung müssen sich die Wirtschaftseliten in China mit systematischem Geschäftswissen und einer internationalen Geschäftsperspektive ausstatten, um zu den besten interkulturellen Führungskräften zu gehören. Aus diesem Grund ist das CEIBS Global EMBA-Programm die beste Wahl für chinesische Top-Manager, die einen globalen Einblick und Studienerfahrung wünschen. 

Unter den chinesischen Teilnehmern kommen 25% aus privaten chinesischen Unternehmen in China, und viele von ihnen sind sogar Gründer oder Führungskräfte der zweiten Generation eines Familienunternehmens. Immer mehr chinesische Führungskräfte aus der Wirtschaft beginnen, über ihre berufliche Laufbahn hinaus aktiv zu studieren und sind deshalb auch offen für unterschiedliche Herausforderungen auf der internationalen Bühne.

Breite Branchenverteilung

Die Branchen Einzelhandel & Konsumgüter sowie Gesundheitswesen belegen unter den diesjährigen Studierenden weiterhin die ersten beiden Plätze. Dies unterstreicht, dass beide Branchen auf dem aufsteigenden Ast sitzen, aber auch entsprechend unter Wettbewerbsdruck stehen.

Eine wesentliche Änderung in diesem Jahr ist, dass die Technologie-/Medien-/Telekommunikationsbranche zu den Top 3 gehört. Ein Indiz, dass es für diese Unternehmen noch Raum für Expansion auf dem chinesischen Markt gibt. Ausserdem kommen 6% der Teilnehmer aus der Bildungsbranche. Obwohl es sich hierbei nicht um eine grosse Zahl handelt, ist dies dennoch ein Beleg für den expandierenden Bildungsmarkt in China. Angesichts des Wachstums der chinesischen Bildungsindustrie und der beginnenden Vernetzung internationaler Ressourcen werden mehr Talente mit globaler Denkweise benötigt.

12.11.2018
CEIBS Europe Forum 2018 in Zürich
CEIBS Europe Forum 2018 in Zürich
Smart Healthcare und die Verbindung Schweiz - China
Rund 200 Akteure aus der chinesischen und schweizerischen Gesundheitsindustrie diskutierten im Oktober in Zürich über Innovationen. Die Veranstaltung widmete sich dem breiten Thema "Smart Healthcare: Neugestaltung der Healthcare-Industrie in China und der Schweiz". Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, wie man intelligente Gesundheitstechnologie erfolgreich nutzen kann - und wie beide Seiten in diesem Bereich zusammenarbeiten können.  Dieses 4. CEIBS Forum fand im Zürcher Forum St. Peter und wurde in Zusammenarbeit mit Credit Suisse ausgerichtet.

Die Veranstaltung ist Teil der langjährigen Anstrengungen von CEIBS zur Schaffung einer Plattform, damit die chinesisch-europäischen Beziehungen gefördert werden können. Dieses Forum ist eines von fünfen, die 2018 im Rahmen von CEIBS Insights veranstaltet wurden; einer Initiative übrigens, die anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Umfassenden Strategischen Partnerschaft China-EU ins Leben gerufen wurde. Vor der Veranstaltung in Zürich organisierte CEIBS Foren in Paris (19. Oktober), München (17. Juli), London (19. Juli) und Prag (25. September).

Die Idee dahinter

Angesichts der alternden Bevölkerung haben die lokalen Regierungen Chinas das Gesundheitswesen und dessen Qualität und Entwicklung ganz zuoberst auf ihre Agenda gesetzt. Mit einem effizienten medizinischen Versorgungssystem und einer etablierten Altenpflege gehört die Schweiz seit langem zur Spitze in der globalen Gesundheitsbranche. In den Gesprächen wurden die neuesten Entwicklungen in der sogenannt "intelligenten Gesundheitsversorgung" in beiden Ländern erörtert und auch wie sie sich bei der Förderung von Produkt- und Dienstleistungsinnovationen gegenseitig ergänzen können. Dazu zählt auch die gemeinsame Weiterentwicklung durch gegenseitige Investitionen und technologische Zusammenarbeit.

Eröffnung durch den Generalkonsul der Volksrepublik China in Zürich

In seiner Eröffnungsansprache sagte S.E. Qinghua Zhao, Generalkonsul der Volksrepublik China in Zürich und dem Fürstentum Liechtenstein, dass China ein grosses Interesse an und Engagement in der wachsenden Nachfrage nach nationaler Gesundheitsversorgung hat, während die Schweiz weltweit führend in der Medizinindustrie sei. Die weitere Entwicklung innerhalb der beiden Länder stelle einen grösseren gegenseitigen Nutzen und eine Win-Win-Situation für die Bürger beider Seiten dar, sagte er und fügte hinzu, dass die Veranstaltung hoffentlich Erkenntnisse liefern werde, die die Zukunft der Gesundheitsbranche neu gestalten könne. "Basierend auf einer komplementären Zusammenarbeit zwischen uns hoffen wir, dass die Unternehmen auf beiden Seiten unseren Dialog für eine Win-Win-Partnerschaft vertiefen werden", sagte er.

Urs Rohner, Präsident des Verwaltungsrats, Credit Suisse Group AG

In seiner Rede sprach Urs Rohner darüber, wie sein Unternehmen und CEIBS Wege einer für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit gefunden haben, und über die Rolle seines Unternehmens auch bei der Pflege der Beziehungen zwischen China und der Schweiz. "In den vergangenen drei Jahren haben wir eng mit CEIBS zusammengearbeitet", unterstrich er in seiner Ansprache. Die Beziehungen zwischen China und der Schweiz haben inzwischen eine lange Geschichte. Die Credit Suisse ist seit über 60 Jahren in China tätig, nachdem sie 1950 als Korrespondenzbank mit der Bank of China begonnen hatte und 1955 als erste internationale Bank eine Filiale in Peking eröffnete.

CEIBS Vizepräsident und Dean Professor Ding Yuan

Er erklärte in seiner Begrüssungsrede, das Forum sei Teil der Anstrengung, um die Handelsbeziehungen in der Schweiz zu stärken und ausländischen Unternehmen dabei zu helfen, China besser zu verstehen und dort Geschäfte zu tätigen. „Chinas Konsumgütermarkt hat in diesem Jahr eine Gesamtgröße von 5,7 Billionen US-Dollar und übertrifft damit die der USA. In zehn Jahren wird China 1 bis 1,5-mal grösser sein als der europäische Markt, wobei insbesondere Dienstleistungen zum Wachstumsfaktor werden“, betonte er. Mit über einer Milliarde Einwohnern, darunter eine wachsende Mittelschicht und eine alternde Bevölkerung, erwartet er, dass China und die Schweiz mit Innovationen sowohl im Finanzbereich als auch im Gesundheitswesen neue und gegenseitig vorteilhafte Wege beschreiten werden.

CEIBS Präsident (Europa) Professor Dipak Jain

Er betonte, dass der "Human Touch" auch in der heutigen Zeit, in der wir einen Übergang vom klassischen Kapitalismus hin zum Unternehmertum beobachten, nach wie vor unverzichtbar sei für die meisten Geschäftstätigkeiten. Heute sähen sich die Marktteilnehmer mehr als sich engagierende Bürger statt konkurrierender Unternehmen, und der Gewinn sei nicht mehr der einzige Gradmesser für Erfolg. Dipak Jain unterstrich in seiner Ansprache zwei globale Trends, die für das Gesundheitswesen von entscheidender Bedeutung seien: technologische Konvergenz und die alternde Bevölkerung; und er identifizierte drei Bereiche von besonderer Bedeutung innerhalb der Gesundheitsbranche: "Verbraucher"-Wellness, die aus Gesundheitsfürsorge und gleichzeitig der Pflege des dafür notwendigen Vermögens besteht; Gastfreundschaft, einschliesslich des "medizinischen Tourismus", und nicht zuletzt auch das eigene Engagement der Verbraucher, vor allem wenn's um digitale Medien gehe. Professor Jain schloss mit Vorschlägen zur Humanisierung des Gesundheitswesens. Der Schlüssel läge darin, zu erkennen, dass Menschen die einzige Quelle der Differenzierung und Wertschöpfung seien.

Chris Ebell, Gründer und Eigentümer, Verticai Consulting

Chris Ebell, der auch COO der ParTec GmbH ist, stellte fest, dass eine Vielzahl mutiger Initiativen auf der ganzen Welt, verkörpert durch das Human-Brain-Projekt der Europäischen Kommission mit 19 Mitgliedsstaaten, hinter der technischen Kernforschung innerhalb der globalen Gesundheitsindustrie stecke. Er identifizierte vier treibende Kräfte in der Branche und betonte die Bedeutung eines grundsätzlichen Verständnisses und auch der Regulierung der Künstlichen Intelligenz (KI) in diesem Bereich. Er betonte, dass der mehrstufige Prozess von Smart Healthcare in Verbindung mit KI, globaler Politik und Wirtschaft eine sehr dynamische Branche geschaffen habe. "Die Chancen sind enorm, und eine der grossen Herausforderungen besteht darin, das, was in diesem Bereich geschieht, zu verstehen und einen Weg zu finden, das Erreichte in der Forschung umzusetzen."

Erste Session - “Produktinnovation im Gesundheitswesen durch Smart Healthcare Technology”

Die erste Diskussionsrunde des Tages stand unter dem Motto "Healthcare Product Innovation Boosted by Smart Healthcare Technology". Mit drei Grundsatzreden wurden die Weichen gestellt. Der erste wurde von Prof. Christopher L. Tucci, gehalten, Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensstrategie & Innovation und ehemaliger Dean am College of Management of Technology der EPFL (ETH Lausanne). Prof. Tucci ist CEIBS Visiting Thought Leader. Er ging auf das Thema Produktinnovation ein und betonte, dass digitale Innovation in Verbindung mit KI und Blockchain der Schlüssel für die Zukunft der Gesundheitsindustrie sei. "Es gibt keinen eigentlichen schmalen Grat zwischen Produkt- und Dienstleistungsinnovation, da dies eigentlich immer eine Verbindung von beidem sei", sagte er und fügte hinzu, dass dies Kostensenkungen in Folge der KI besonders wichtig macht. So hängt beispielsweise die medizinische Diagnose zunehmend von Crowd Sourcing ab.

Als nächster sprach Jun Wang, Gründer und CEO von iCarbonX, der auch Vorstandsmitglied und ehemaliger CEO von BGI und ehemaliger Präsident von BGI Research ist. Er thematisierte die Frage der Einzigartigkeit bei der Bereitstellung von Lösungen im Gesundheitswesen. Er glaubt, dass es keine Einheitstechnologie gibt, die der einzigartigen Natur jedes einzelnen Menschen gerecht wird. Er geht von einer Verstärkung des bestehenden Trends aus, dass alle Daten in einem digitalisierten und computergestützten Leben verfügbar sein werden und die Gesundheitsbranche durch einen personalisierten Ansatz von der Nutzung dieser Daten profitieren wird.

Der dritte Hauptredner war Dr. Dr. Matthias Reumann, Sustainable, Resilient Health Systems Researcher bei IBM Research (Zürich). Er teilte seine Ansichten darüber, wie sich die KI auf den Bereich der Medizin auswirken wird und betonte, dass der "Human Touch" tatsächlich verbessert und nicht ersetzt werden würde. Während er die Bemerkungen seiner Vorredner wiederholte, dass die Rechenleistung der Eckpfeiler der intelligenten Gesundheitsversorgung sei, betonte er, dass "saubere" Daten der Schlüssel zu besseren Ergebnissen seien. Dies bedingen, dass wir die Daten Verfälschungen reinigten (Clean Data), damit sie zur Vorhersage und Behandlung seltener Krankheiten verwendet werden könnten.

Das Podium mit den drei Rednern wurden durch zwei weitere Teilnehmer ergänzt. Thomas Amrein, Vizepräsident und Senior Portfolio Manager von Global Equities bei der Credit Suisse und Sijia Lu, CEO von Yikon Genomics.  Th. Amrein stellte fest, dass das grösste Problem bei der intelligenten Gesundheitsfürsorge im grundsätzlichen Widerstand gegen Veränderungen liege, und wies darauf hin, dass, da grundlegende Änderungen in diesem Bereich lange Zeit in Anspruch nehmen würden und es dabei offensichtlich Verlierer geben werde, ein Anreizsystem ein wirksamer Treiber für die Umgestaltung der Gesundheitsbranche sein könnte. Die Bedeutung von Prävention und ethischen Fragen in Bezug auf den Datenschutz gehörte unter anderem zu den Hauptpunkten, die von Sijia Lu, angesprochen wurden: "Im Gesundheitswesen ist Prävention wichtiger als Heilung", sagte er.

Zweite Session - “Innovation im Gesundheitswesen durch intelligente Gesundheitstechnologie” 

In seiner Grundsatzrede machte Guillaume DuPasquier, Mitbegründer von DomoSafety, die Teilnehmer auf die Herausforderungen der KI im medizinischen Gebrauch aus politischer Sicht aufmerksam. Er betonte, dass die dringende Frage die sei, wie man Informationen vertrauen könne; Information notabene, die wir nicht immer in ausreichender Weise verstehen könnten. Die Rolle des Internets 2.0 im Gesundheitswesen stand im Mittelpunkt des Vortrags von Benjamin Huang, Group Deputy CTO und CTO der Healthcare Plate Tech+ Abteilung der Fosun Group. "Das Internet hat die Beziehung zwischen Patient und Arzt und Krankenhaus neu strukturiert", sagte er dem Publikum. "Wir sehen begrenzte medizinische Ressourcen und mangelnde Fähigkeiten bei den Ärzten als das dringendste der Probleme, zusätzlich zu der je nach Region unausgewogenen medizinischen Versorgung. Die KI spielt daher eine wichtige Rolle im Gesundheitsmanagement, um Daten sicher und korrekt zu nutzen, während die Blockchain-Technologie den Grundstein für solche Lösungen legen kann."

Neben den beiden Referenten waren in der letzten Podiumsdiskussion des Tages auch Liang Liang, Gründer und CEO, Easyhin und Dominik Mayer, Gründer von AO Invest, mit von der Partie.

Beide bestätigten, was Huang zum Internet 2.0 als neue Schnittstelle zur Einbindung von Online-Materialien gesagt hatte. Liang betonte auch, dass sich eine Shared Economy in der Gesundheitsversorgung herausbilde, bei der die medizinischen Ressourcen nachhaltig aufeinander abgestimmt und koordiniert werden könnten, um medizinische Dienstleistungen sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht zu verbessern. "Die KI kann die eher mechanischen und routinemässigen Aspekte der medizinischen Behandlung ersetzen. Wenn mehr strukturierte Daten genutzt werden, entstehen spezifische Algorithmen für bestimmte Krankheiten. Einst marginalisierte Probleme werden daher im Mittelpunkt stehen, wenn "reifere" Technologien entstehen", sagte er.

Schlussansprache

Das halbtägige Forum endete mit einer Abschlussrede des CEIBS-Ehrenpräsidenten (Europa) Pedro Nueno, der daran erinnerte, dass es bisweilen vier bis fünf Jahre dauere, von dem Moment an, in dem ein Arzt ein Problem entdeckt, bis zu dem Moment, in dem ein Patient geheilt werde. "Aber Patienten können nicht warten. Also drängen sie auf Lösungen", fügte er hinzu. Er erinnerte daran, dass die stark alternde Bevölkerung und die sich vervielfachenden medizinischen Probleme einen Bedarf an individuelleren Modellen und besser ausgebildeten Ärzten geschaffen habe.

Mit dem Zurich Forum wurde das 4. CEIBS Europe Forum 2018 abgeschlossen - nicht ohne bereits Pläne zu haben für die Veranstaltungen im nächsten Jahr. Dann feiert die Schule 25-jähriges Bestehen.


12.11.2018
Manipuliert China die Währungen?
Manipuliert China die Währungen?
Ist China ein Währungsmanipulator?

Am 17. Oktober hat es das US-Finanzministerium in seinem Halbjahresbericht über die Wechselkurse versäumt, China trotz der Wahlversprechen von Donald Trump als Währungsmanipulator zu bezeichnen. Warum also ist es schwierig, das Etikett des Währungsmanipulators "Währungsmanipulator" an Chinas Weste zu heften?  

China war früher ein Währungsmanipulator. Das aber war in den 90er und 2000er Jahren, als alles, was es hatte, eine Armee billiger Arbeitskräfte hatte und ein bedeutender Teil seiner Exporte arbeitsintensive Low-Tech-Produkte waren. Das war denn auch die Quelle seines Wettbewerbsvorteils. Eine künstlich billig gehaltene Währung erlaubte es China, mit ihren südostasiatischen Nachbarn zu konkurrieren und ausländische Unternehmen an ihre Ufer zu locken. Aber heute besteht mehr als ein Viertel der chinesischen Industrieexporte aus Hightech-Produkten (nach Angaben der Weltbank). Gleichzeitig verblasst die Anziehungskraft allein durch billige Arbeitskräfte. China eines Ziels oder einer Tat zu beschuldigen, das seine Politik nicht mehr verfolgt, zeigt, dass die Entwicklung, die das Land seither durchgemacht vorgenommen hat, kaum zur Kenntnis genommen wird. Insgesamt liegt in diesem Vorwurf auch ein wenig ein bevormundendes Verhalten gegenüber China.

Eine eingehende Studie über Währungsmanipulatoren von Fred Bergsten und Joseph Gagnon vom US-amerikanischen Think-Tank Peterson Institute for International Economics im Jahr 2017 zeigte, dass China seine Währungsmanipulation im Jahr 2015 eingestellt hat. Selbst der jüngste Halbjahresbericht des US-Finanzministeriums, der Länder aufführt, die ihre Währungen manipulieren, um sich einen unfairen Handelsvorteil zu verschaffen, schliesst China nicht ein, weil es nicht beharrlich in den Devisenmarkt eingegriffen hat, um den RMB abzuwerten; und noch hat China einen Leistungsbilanzüberschuss von mehr als 3 Prozent des BIP. Das einzige Kriterium, das China nicht erfüllt, um sich dieser Anschuldigung zu entziehen, ist, dass sein Handelsüberschuss grösser als 20 Milliarden US-Dollar ist, eine allerdings willkürlich festgelegte Zahl, die die Grösse der Exportwirtschaft nicht berücksichtigt. 

Warum der RMB schwächelt

Es gibt zwei Gründe, warum sich der RMB abschwächt. Erstens, der Handels- und Zollkrieg zwischen den USA und China. Als der Handelskrieg im Juni 2018 in die heisse Phase trat, schwächte sich der RMB stark ab und hat sich seitdem nicht mehr erholt. Die Märkte glauben eindeutig, dass China durch diesen Handelskrieg mehr zu verlieren hat als die USA. Die USA haben nicht nur mehr Möglichkeiten, Waren zu besteuern als China; sie sind auch in der Lage, andere Länder in den Griff zu kriegen, um China und seine Unternehmen in den Hintergrund zu drängen. Die USMCA, die die NAFTA ablöste, ist ein gutes Beispiel dafür, wie die USA sicherstellen konnten, dass chinesische Unternehmen nicht über die Hintertüre auf den US-Markt gelangen können. Von einer kurzfristigen Entspannung zwischen den beiden Ländern ist nichts zu spüren. Vielmehr scheint es wahrscheinlicher, dass die USA die Zölle auf chinesische Waren bis 2019 auf 25 Prozent erhöhen werden. Dies deutet nur auf eine weitere Schwächung des RMB hin.

Zweitens wird die kontinuierliche Erhöhung der US-Zinsen durch die US-Notenbank die Attraktivität der Vermögenswerte des Landes erhöhen und einen größeren Mittelzufluss nach Amerika und in den US-Dollar fördern. Die USA sind vielleicht die einzige Volkswirtschaft der Welt, die sich im Moment (sehr) gut entwickelt, und um jede Art von Überhitzung zu vermeiden, ist die Fed gezwungen, eine straffe Geldpolitik zu verfolgen, um die Wirtschaft zu steuern, egal was der US-Präsident twittert. Die gestiegene Nachfrage nach US-Anlagen bedeutet eine höhere Nachfrage nach dem US-Dollar, was den Abwertungsdruck auf andere Währungen, einschließlich des RMB, verstärken wird.

Wenn also der RMB in den letzten 4 Monaten seit der Eskalation des Handelskrieges um 8 Prozent verloren hat, hat das nichts damit zu tun, dass China seine Währung manipuliert hat, sondern die USA ihre eigene.

Wir können davon ausgehen, dass die Ziffern 6 und 7 im Jahr 2019 wichtige Zahlen sein werden. Chinas BIP-Wachstum wird wahrscheinlich näher bei 6 Prozent liegen, während die lokale Währung vielleicht 7 RMB pro US-Dollar erreichen wird. Diese beiden Zahlen stehen offensichtlich in umgekehrtem Zusammenhang in dem Sinne, dass eine relativ niedrigere Wirtschaftswachstumsrate die Währung wahrscheinlich schwächer machen würde und umgekehrt, da die Stärke der Währung aus der wahrgenommenen Vitalität der Wirtschaft resultiert. Daher sollte eine stärkere Währung von Entscheidungsträgern, sowohl von öffentlichen als auch von privaten, tatsächlich begrüsst werden. Die Rede darüber, dass China seine Währung manipuliert, um sie schwächer zu machen, ist nur politische Rhetorik - und erst noch schlecht informierte.

Bala Ramasamy ist Professor für Wirtschaft und stellvertretender Dean an der China Europe International Business School (CEIBS). Seine Forschungsschwerpunkte liegen bei asiatischen Volkswirtschaften, ausländischen Direktinvestitionen (FDI), Corporate Social Responsibility und internationale Geschäftsstrategien.

Eine überarbeitete Version dieses Artikels wurde erstmals am 18. Oktober von CGTN veröffentlicht.
17.10.2018
CEIBS Global EMBA auf Platz #5 im Financial Times Ranking
CEIBS Global EMBA auf Platz #5 im Financial Times Ranking
Der Global Executive MBA der China Europe International Business School (CEIBS) ist im Ranking der Financial Times für die 100 besten EMBA-Programme der Welt im Jahr 2018 um neun Plätze auf Platz 5 geklettert. Dies ist das zweite CEIBS-Programm, das die FT in diesem Jahr in die Top 10 gesetzt hat.

Im Januar belegte der CEIBS MBA Platz 8 weltweit und Platz 1 in Asien. Damit ist CEIBS die erste asiatische Schule mit zwei Programmen, die in den Top 10 der FT gelistet sind. Im EMBA-Ranking, das heute veröffentlicht wurde, ist das CEIBS Global EMBA auch das am höchsten eingestufte Stand-alone-Programm. Alle vier darüber liegenden Programme sind Kooperationen zwischen mindestens zwei Schulen, deren kombinierte Daten in die Ergebnisse einfliessen. Wie das Ranking zeigt, bietet der unabhängig angebotene CEIBS Global EMBA den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine zunehmend internationale und äusserst vielfältige Erfahrung. Der Grund liegt in der erstklassigen Aus- und Weiterbildung, die auf der durch CEIBS vorangetriebenen Forschung beruht und einen positiven Effekt auf die Qualität der Schule hat.

"Diese Ergebnisse bestätigen, dass wir ein weltweit wettbewerbsfähiges Programm anbieten", sagte CEIBS-Präsident Li Mingjun auf die Neuigkeiten. "Wir werden unsere Anstrengungen verstärken, um den Bedürfnissen unserer Studenten und auch denjenigen von sozial verantwortlichen Wirtschaftsführern, die letztlich die Weltwirtschaft beeinflussen, zu entsprechen."
 
Das jährliche FT-Ranking der EMBA-Programme wird von den Business Schools auf der ganzen Welt geachtet und hochgeschätzt. Zusammengestellt wird das Ranking jedes Jahr vor allem aus Umfragen von Klassen, die drei Jahre zuvor abgeschlossen haben. CEIBS fünfter Platz ist ein historischer Höchstwert und für den EMBA die beste Rangierung, die je ein CEIBS Programm erreicht hat. Plätze gut machte der CEIBS Global EMBA dank Verbesserungen in neun der 16 im Ranking verwendeten Kriterien. Dazu zählen etwa stärkere Leistungen in den Bereichen des Programms, die konkrete Auswirkungen auf die Berufslaufbahn von Hochschulabsolventen haben sowie ganz generell die Vielfalt des Programms.

Der CEIBS Global EMBA vergrössert auch weiterhin seinen Anteil an internationalen Studenten. Da wir unsere multinationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an verschiedenen Orten auf der Welt unterrichten, haben wir ganz konkret die Möglichkeiten, die Art, wie sie der Welt begegnen, positiv zu verändern. Core-Kurse an den Standorten in Shanghai, Accra und Zürich werden durch sieben globale Wahlmodule in sieben Ländern auf fünf Kontinenten ergänzt. Das Programm ist somit auch ein integraler Bestandteil der breiteren Globalisierungsstrategie der Schule.

"Unser Global EMBA, der auf Platz fünf der Welt liegt, ist der endgültige Beweis dafür, dass das einzigartige Modell des Programms funktioniert", sagte der Vizepräsident der CEIBS und Dean, Professor Ding Yuan. "Nach drei Jahren harter Arbeit seit der Gründung unseres Campus in Zürich im Jahr 2015 hat CEIBS einen synergetischen und stabilen Betrieb an unseren fünf Standorten auf drei Kontinenten erreicht. In Zukunft, während die Schule weiter nach Nordamerika und andere Regionen expandiert, wird CEIBS die Ansprüche von Geschäftsführern auf der ganzen Welt besser erfüllen."

Der CEIBS Associate Dean des Global EMBA, Professor Nikos Tsikriktsis, betonte: "Der Unterschied zwischen dem EMBA von CEIBS und anderen Business Schools liegt darin, dass unsere Studenten Führungskräfte aus verschiedenen Ländern in Asien, Europa und Afrika sind und im Verbund eine einzigartige Klasse bilden, die wirklich global ist. Sie profitieren von der Expertise eines starken internationalen Dozenten-Teams und von Kursen in wichtigen globalen Städten, in der die Zukunft der internationalen Geschäftstätigkeiten gestaltet und beeinflusst werden." Und er fügte hinzu: "Während sich die globale und chinesische Wirtschaft weiterentwickelt, steht die Wirtschaftselite der Welt vor grossen Herausforderungen. Sie kann nur dann wettbewerbsfähig bleiben, wenn sie die Bedeutung von lebenslangem Lernen voll und ganz versteht. Als Reaktion auf wirtschaftliche Trends und Veränderungen der Marktnachfrage haben wir deshalb den EMBA-Lehrplan von CEIBS proaktiv optimiert. Unser Team ist bestrebt, professionelles, top-aktuelles Business Know-How zu vermitteln - sowohl theoretisch als auch praktisch. Wir unterziehen unsere Unterrichtsmethoden kontinuierlich Neuerungen und haben das Lernen über den traditionellen Klassenraum hinaus erweitert, um eine Plattform für fortlaufendes Lernen zu schaffen."  

Neben der Bewertung der Karriereentwicklung und der Vielfalt des Ausbildungsangebots der Absolventen bewertet die FT die Schulen auch im Hinblick auf Forschung und die sogenannte Corporate Social Responsibility (CSR). Auch in diesen Bereichen hat sich CEIBS positiv entwickelt. CSR wurde zu einem Schwerpunkt auf der strategischen Ebene der Organisation gemacht, mit Ethikunterricht als festem Teil des Curriculums. Inzwischen haben die Qualität und auch die Menge an Forschungsprojekten stetig zugenommen. Sie werden durch Mitglieder der Fakultät in fünf Fachbereichen, darin sie profunde Kenntnisse besitzen, durchgeführt. So hat deren Forschung im Laufe der Jahre immer mehr internationale Anerkennung gefunden. Ihre Fachartikel zur Forschung werden in renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht; konkret: zwischen 2014 und 2017 veröffentlichte die CEIBS-Fakultät 125 Artikel in Top-Zeitschriften. Auf einer Liste von Wissenschaftlern, die vom bekannten akademischen Verlag Elsevier zusammengestellt wurden, stellen die Mitglieder der CEIBS Fakultät in den vergangenen drei Jahren ein Drittel aller zitierten Forscher von chinesischen Business Schools, und zwar in den Bereichen Business, Management und Accounting. Ein Indikator für die Stärke der Forschung der Schule.
 
"Wir werden unsere Anstrengungen für gründliche Forschung weiter verstärken, so dass diese praktischen Auswirkungen auf die Geschäftswelt einerseits und andererseits unsere Studenten hat", sagte CEIBS-Präsident Li Mingjun. "Wir sind uns darüber im Klaren, dass akademische Präzision ein wesentlicher Bestandteil unserer Bemühungen sein muss, die Führungskräfte von morgen auszubilden."

Die Neuigkeiten über das Ranking erreichten uns nur wenige Tage nach dem Abschluss der Global EMBA Class 2016, die in Dubai feierlich begangen wurde. Dass die Studenten ihre Abschlussfeier in den Vereinigten Arabischen Emiraten ablegten, ist bloss ein weiterer Indikator, der den Ruf des CEIBS Global EMBA bestärkt, ein richtig globales Programm zu sein - und dass CEIBS eine durch und durch internationale Business School mit Wurzeln in China ist.

Die nächste CEIBS Global EMBA-Klasse startet ihr Programm im November 2018.

Über den CEIBS Global EMBA

Der CEIBS Global EMBA ist ein erstklassiges Teilzeitprogramm, das den Anspruch "China Depth and Global Breath" in einem Programm zusammenfasst und das richtige Programm für Spitzenführungskräfte ist, die ihre Karriere und persönliche Entwicklung auf die nächste Stufe heben wollen. Mit Modulen in 11 Städten weltweit, einer vielfältigen Studentenschaft aus mehr als 20 Ländern und zwei integrierten GEMBA-Klassen, die zwischen China, Europa und Afrika pendeln, bietet der CEIBS Global EMBA seinen Teilnehmern eine einzigartige Möglichkeit, ihr globales Netzwerk zu erweitern und sich gleichzeitig Chinas grösstem Business School Alumni-Netzwerk anzuschliessen.
17.10.2018
CEIBS Zurich Campus wird erweitert
CEIBS Zurich Campus wird erweitert
Nachdem wir vor zwei Jahren das Alte Seewasserwerk in unmittelbarer Nähe erwerben konnten, liegt nun der Bauplan vor. Er zielt auf die Erweiterung an Schulungsräumen ab. Schon heute müssen Studenten teilweise in externe Räume ausweichen. Der Umbau des alten Seewasserwerks macht es möglich, dass alle unsere Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer in unseren eigenen Gebäuden unterrichtet werden können.

Im Erdgeschoss des alten Seewasserwerks entstehen ein Foyer für 150 Personen, ein ebenso grosser Saal für Vorlesungen und Veranstaltungen sowie sieben Study Rooms für Gruppenarbeiten. Im Obergeschoss sind Büros, Galerien und ein zusätzlicher Study Room geplant. Das Dachgeschoss sowie das Untergeschoss bleiben vorderhand grösstenteils leer.

Schon beim Kauf des alten Seewasserwerks war klar, dass wir den Charakter des Gebäudes respektieren und nur für den Schulbetrieb notwendige Änderungen an der Fassade vornehmen. Allerdings werden wir die Hausfront Richtung See mit grösseren Fenstern versehen, damit die Schulungsräume genügend Licht erhalten. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird das Dach bergseits mit Solarzellen versehen.

Im Innern des Gebäudes soll das Alte mit dem Modernen vereint werden. Die alten Wasserpumpen werden in die neuen Schulungsräume integriert. Die ehemaligen Wassertanks werden wir hingegen ausbauen müssen. Ansonsten schaffen wir nicht genügend Platz für den Vorlesungssaal und die Gruppenräume. Der Baubeginn ist für den Januar geplant. Wir hoffen, im Oktober 2019 ins neue Gebäude einziehen zu können.
17.10.2018
Wer gewinnt den chinesisch-amerikanischen Handelskrieg?
Wer gewinnt den chinesisch-amerikanischen Handelskrieg?
"Wer wird im laufenden Handelskrieg zwischen den USA und China am Ende der Gewinner sein? Um eine Einschätzung zu erhalten, wie das Wirtschaftswachstum beider Länder durch den Handelskrieg beeinflusst wird, müssen sowohl die direkten Auswirkungen als auch alle damit verbundenen möglichen Anpassungen der Regierungspolitik und der Unternehmensstrategien berücksichtigt werden. Das ist nicht so einfache. Ohne eine umfassende Analyse dürften auch die Schätzungen von "Experten" nicht stimmen. Auf kurze Sicht wird ein Handelskrieg wahrscheinlich zu einem geringeren Wirtschaftswachstum führen. Wie er sich aber langfristig auf das Wirtschaftswachstum auswirkt, hängt von vielen Faktoren ab.

So wird vermutet, dass die Zölle aus den Vereinigten Staaten chinesische Unternehmen wahrscheinlich motivieren werden, sich in der Wertschöpfungskette nach oben zu arbeiten und Produkte weiter zu verbessern. Aber das ist nur eine Hypothese. Ohne Forschungsergebnisse weiss niemand, ob die Hypothese - sinkendes Wirtschaftswachstum - eintritt, noch in welchem Ausmass, geschweige denn die Auswirkungen auf bestimmte Branchen. Basierend auf meinem Verständnis der Volkswirtschaft und der chinesischen Wirtschaft würde ich sagen, dass chinesische Privatunternehmen sehr stark auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren. Auch ohne die US-Zölle hat der schnelle Übergang Chinas zu einem Land mit mittleren Einkommen die chinesischen Privatunternehmen dazu veranlasst, die Produktion von Billigprodukten auf die Produktion von mittleren bis zu Qualitätsprodukten zu verlagern. Dies kommt auch darin zum Ausdruck, dass chinesische Privatunternehmen vor allem in Europa auf die Akquisition von Middle- und High-End-Unternehmen aus waren; und somit denke ich, dass US-Zölle diesen Effekt noch verstärken werden. In der Tat geht es ja auch nicht um US-Zölle an sich. Es geht mehr um die Entwicklung von Chinas Wirtschaft. US-Zölle sind einfach ein weiterer Faktor, der die chinesischen Privatunternehmen dazu zu bringen wird, ihre Produktionsstruktur zu verbessern.

In Bezug auf die Rolle, die die Regierung bei diesem Übergang spielen wird, glaube ich, dass der Einfluss geringer sein wird als das, was sich viele jenseits der Grenzen Chinas vorstellen. Die Macht der chinesischen Regierung hinsichtlich der Schaffung neuer und/oder verbesserter Produkte und Dienstleistungen wird überschätzt. Soweit ich das beurteilen kann, ist der Ausbau der chinesischen Produktionsstruktur vor allem auf chinesische Privatunternehmen zurückzuführen, die auf das neue Geschäftsumfeld in China reagieren. China ist kein billiger Ort mehr, um Low-End-Güter zu produzieren. Eine grosse Anzahl chinesischer Konsumenten will auch keine billigen Güter und Dienstleistungen niedriger Qualität mehr. Chinas gigantische Unternehmen wie Alibaba und Tencent entstanden alle im Markt, nicht aus irgendeinem Regierungsprojekt.

Chinesische Unternehmen werden auch weiterhin erfolgreich Güter und Dienstleistungen herstellen, indem sie sich die Vorteile des Landes zu Nutze machen: da wäre die Grösse des Absatzmarktes, die damit verbundenen Möglichkeiten und die Geschwindigkeit. In traditionellen Fertigungssektoren haben chinesische Unternehmen einen Vorteil in den Branchen, die einen grossen Produktionsumfang und/oder eine komplexe Lieferkette erfordern. In der internetbasierten New Economy werden chinesische Unternehmen in den Bereichen, in denen die Geschwindigkeit eine grosse Rolle spielt und grosse Datenmengen erfordern, einen Vorteil haben. In den kommenden Jahren wird China mehr Güter und Dienstleistungen dieser Art exportieren, die sich wahrscheinlich von denen unterscheiden, die von hochentwickelten Ländern exportiert werden. Zum Beispiel wird China elektronische Autos und künstliche Intelligenz produzieren und exportieren. Die sogenannt entwickelten Länder werden ihren Vorteil bei hochwertigen Waren, Markenwaren, Luxusgütern usw. bewahren, bei denen die Skalierbarkeit nicht eine ganz so grosse Rolle spielt – ganz zu schweigen von der Geschwindigkeit. Deutsche und japanische Unternehmen werden ihre Waren perfektionieren und diese Waren an High-End Verbraucher verkaufen. Chinesische Unternehmen werden schnell neue Versionen dieser Produkte produzieren und zu niedrigeren Preisen an Mittelklasse-Verbraucher verkaufen. Und Vietnam und andere Länder werden arbeitsintensive Güter (z. B. Schuhe) für preisbewusste Verbraucher mit niedrigem Einkommen produzieren.

Wer wird gewinnen?

Ich würde die gegenwärtige Situation eher als "Handelskonflikt" bezeichnen denn als Handelskrieg, weil China und die USA trotz der Zölle nach wie vor hohe Import- und Exportquoten haben. Dennoch kann man die Auswirkungen nicht abschätzen, wenn man davon ausgeht, dass die beteiligten Parteien ihr Verhalten nicht ändern werden. Zum Beispiel können chinesische Exportunternehmen den Preis ihrer Exporte anpassen, die chinesische Regierung kann den Wechselkurs anpassen und Steuernachlässe gewähren, die sich indirekt auf die tieferen Preise niederschlagen, oder man passt die Exportländer an, usw. Angesichts der Tatsache, dass sowohl China als auch die USA sehr grosse Binnenmärkte haben, wäre es falsch, die negativen Auswirkungen der Zolltarife auf ihre Volkswirtschaften zu überschätzen.

Es ist allgemein wahr, dass kein Land in einem Handelskrieg gewinnt, aber dies bezieht sich auf einen permanenten Handelskrieg. Man kann jedoch argumentieren, dass ein vorübergehender Handelskrieg zu langfristigen Gewinnen führen kann. Die USA haben wirtschaftlich die stärkste Position in der Weltwirtschaft. Es ist möglich, dass die USA ihre starke Position nutzen, und trotz des kurzfristigen Verlusts durch den Protektionismus langfristig mehr Gewinne machen werden. Auf der anderen Seite ist es für China denkbar, dass die erhöhten Schwierigkeiten bei der Ausfuhr in die USA chinesische Unternehmen zwingen könnten, sowohl den inländischen als auch den nicht-amerikanischen Markt intensiver unter die Lupe zu nehmen. Mehr noch, dies könnte chinesische Unternehmen zwingen, die Qualität ihrer Produkte zu verbessern und ihre Exportstruktur zu verbessern. Ein vorübergehender Handelskrieg könnte daher langfristig sowohl den USA als auch China zugute kommen.

Natürlich ist dies nur eine Möglichkeit.

Es ist auch möglich, dass die Zölle zu einem ausgewachsenen und lang anhaltenden Handelskrieg führen werden. In diesem Fall werden beide Länder verlieren, und angesichts der relativen Stärke der beiden Volkswirtschaften wird China wahrscheinlich mehr verlieren.

Es wurde auch die Fragen gestellt, ob China seine Währung als Waffe einsetzen werde. Man kann den RMB gegenüber dem USD um vielleicht 5% abwerten, wenn der US-Dollar-Index steigt (d.h. gegenüber allen anderen Währungen aufgewertet wird), aber ich glaube nicht, dass die chinesische Zentralbank die RMB-Abschreibung als Werkzeug einsetzen wird, um den Einfluss der US-Zölle zu mildern. Meines Erachtens tendiert die Wahrscheinlichkeit, dass China US-Treasury-Bonds als Werkzeug gegen die USA einsetzt, gleich Null. Würde aber China die US US-Schatzwechsel in grossem Umfang verkaufen, würden die Amerikaner und deren Verbündete sie kaufen. Das Ergebnis wäre, dass China die Schatzwechsel zu einem günstigen Preis verkaufen würde und damit all seine hart erarbeiteten Reserven verlieren würde. Gestatten Sie mir, unhöflich zu sein: Ich denke, nur dumme "Experten" würden diese Vorgehensweise vorschlagen; die chinesische Regierung aber ist gewiss viel schlauer als diese "Experten".

Professor Xu Bin ist Inhaber des Wu Jinglian Lehrstuhl für Wirtschaftswissenschaften und Associate Dean (Forschung) bei CEIBS. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind die globale und chinesische Wirtschaft, multinationale Unternehmen in China sowie Handels- und Finanzfragen von Emerging Markets. Dieser Artikel wurde aus seinen Antworten auf Interviews mit CNN und dem spanischen Daily ABC am 27. September zusammengestellt.
03.09.2018
Studienreisen für chinesische Führungskräfte
Studienreisen für chinesische Führungskräfte
Verantwortungsbewusste Führungskräfte zwischen Ost und West

Die Verbindung von Ost und West – kein geringeres Ziel haben die neuen Excellence Exchange Programme (EEP), unsere Studienreisen für die chinesischen Führungskräfte, und zwar in den Bereichen Lehre, Forschung und Praxis. Mit unseren Studienreisen setzen wir uns ein für beidseitige, vorteilhafte Partnerschaften zwischen CEIBS und europäischen Unternehmen. So bieten wir den Teilnehmern gezielt Einblick in verschiedene Branchen und fördern damit auch den konstruktiven und offenen Dialog von Führungskräften zwischen Europa und China.

Wir sehen es als unsere Mission an, verantwortungsbewusste Führungskräfte auszubilden. Diese Aufgabe ist Teil unserer Vision, eine der angesehensten internationalen Business Schools zu werden. Mit den Studienreisen bieten wir allen Beteiligten die Möglichkeit, in einem flexiblen Format zusammenzuarbeiten und dabei zu experimentieren, Lösungen und Situationen zu evaluieren und darüber Feedbacks zu erhalten. Mit der CEIBS Real Situation Learning Methode («reale Fallstudie») bekommen die Studiengangteilnehmer die Möglichkeit, Firmen noch besser kennen zu lernen, da hierbei eine Fallstudie zur Firma mit einem Firmenbesuch verbunden wird. Wir arbeiten jeweils frühzeitig mit den beteiligten  Unternehmen zusammen, um dem Terminkalender der Firmen und der involvierten Personen gerecht zu werden (maximal zweimal pro Jahr).
03.09.2018
Die H&H Group bildet ihre Führungskräfte auf dem Campus der CEIBS Zürich aus
Die H&H Group bildet ihre Führungskräfte auf dem Campus der CEIBS Zürich aus
Kürzlich gastierte die H&H-Group für ein unternehmensspezifisches Programm auf dem CEIBS Zurich Campus. Die H&H-Group ist ein Premium-Unternehmen für Ernährung und Wellness mit Sitz in Hong Kong und besteht hauptsächlich aus diesen Marken: Biotime (Babynahrung aus Frankreich), Swisse (Nahrungsergänzung & Vitamine - Australien), Healthy Times (Bio-Babynahrung & Formel - USA), und Dodie (französische Firma für Babypflegeprodukte). Die H&H-Group zielt darauf ab, zu einem weltweit führenden Unternehmen für fortschrittliche Babyernährung und -pflege sowie hochwertige Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel zu werden, die beiden Kerngeschäfte der Gruppe. Die Integration dieser vier internationalen Marken birgt naturgemäss Chancen und Risiken, da das Unternehmen Kulturen zusammenbringen und lernen muss, als ein Team und eine "Familie" zu arbeiten, Unterschiede zu überbrücken, um messbar Fortschritte in Richtung der gesetzten Ziele zu machen.
 
Aus diesen Gründen entschied sich die H&H-Group, ihre Top-Führungskräfte auf den CEIBS Zurich Campus zu versammeln. Über einen Zeitraum von zwei Tagen, unter der fachkundigen Leitung von Professor Dr. Katherine Xin, Associate Dean und Bayer Chair of Leadership, trafen sich Führungskräfte des Konzern aus der ganzen Welt, darunter Frankreich, China, Australien, Belgien, Singapur, Indien, Italien, die USA und Grossbritannien. Die Manager analysierten gemeinsam die Anforderungen an Führung und Management für diese Aufgabe - Anforderungen, die die Voraussetzung sind, damit die H&H-Group die unterschiedlichen Marken erfolgreich in ihre Geschäftseinheiten integrieren kann. Professor Xin sagte denn auch über den Workshop: "Mit diesem Programm bringen wir die einzigartigen Möglichkeiten von CEIBS ein, mit denen wir globalen Unternehmen mit einer starken Präsenz in China helfen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Eine erfolgreiche Integration wird der H&H-Group dabei sicherlich helfen, ihre Ziele als führender Global Player im Bereich Ernährung und Wellness zu erreichen."
18.07.2018
CEIBS Global EMBA von AAQ evaluiert
CEIBS Global EMBA von AAQ evaluiert
Der CEIBS Global Executive MBA (Global EMBA / GEMBA) zählt seit Juni 2018 zu den EMBA Programmen, die von der Schweizerischen Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung (AAQ) ein Gütesiegel erhalten haben. Der CEIBS GEMBA ist eines von nur 18 Programmen, die von der AAQ in der Schweiz evaluiert wurden. Mehr als ein Jahr dauerte der strenge Bewertungsprozess, der ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Akkreditierung ist.

Was ist die AAQ?
Die AAQ ist eine unabhängige Organisation, die unter der Schirmherrschaft des Schweizer Akkreditierungsrates Evaluierungs- und Akkreditierungsverfahren durchführt. Das AAQ-Label ist eine Qualitätsgarantie, die von allen Partnern und Interessengruppen im In- und Ausland anerkannt wird und auf diese Weise zur Qualitätsentwicklung in der höheren Bildung und Weiterbildung beiträgt.

"Der Erhalt des AAQ-Gütesiegels", sagte CEIBS Dean Ding Yuan, "ist ein starkes Signal dafür, dass unser GEMBA-Programm unsere bereits hohen Qualitätsstandards kontinuierlich verbessert". Dies zeigt sich auch im Ranking der Financial Times. Sie hat den CEIBS GEMBA in acht aufeinanderfolgenden Jahren (2010-2017) unter die besten 20 der Welt gereiht, im vergangenen Jahr auf Platz 14. Zudem ist der Global Executive MBA eines der CEIBS Programme, die von AACSB und EQUIS akkreditiert ist.

Der CEIBS Global EMBA
Der CEIBS Global EMBA ist ein berufsbegleitendes 20-monatiges Programm für Führungskräfte und Unternehmer, die ihre berufliche und persönliche Entwicklung auf ein neues Level heben wollen. Mit Modulen in 11 Städten weltweit, vielschichtigen Programmteilnehmern aus mehr als 20 Ländern und zwei GEMBA Gruppen, die zwischen China, Europa und Afrika pendeln, bietet der CEIBS Global EMBA auch vertieftes China Know-How in einem globalen Kontext. Hinzu kommt die beispiellose Möglichkeit für die Teilnehmer, ihr globales Netzwerk zu erweitern, während sie sich Chinas grösstem Business-School-Alumni-Netzwerk anschliessen.

Um den Teilnehmern maximale Flexibilität zu bieten, bietet der CEIBS GEMBA zwei separate, aber integrierte Tracks (sogenannte Single oder Double Module), bei denen Inhalt und Dozenten identisch sind. Es gibt zwei globale Kernmodule, an denen alle Teilnehmer in Barcelona und Zürich jeweils für 5 Tage als Gruppe teilnehmen. Die beiden Gruppen kommen auch für alle Wahlmodule zusammen. Der einzige Unterschied ist das Timing und die Struktur der Kernmodule. Die Single-Modul-Gruppe besucht einmal im Monat während 4 Tagen (Donnerstag bis Sonntag) die Core-Module auf dem CEIBS Shanghai Campus. Die Double-Module-Gruppe absolviert die Kernmodule alle zwei Monate an verschiedenen Standorten weltweit (Shanghai, Barcelona, Accra und Zürich).

Nächste Termine
Der nächste CEIBS GEMBA beginnt im November 2018. Letzte Gelegenheit, sich zu bewerben, ist bis zum 31. August 2018. Klicken Sie hier, um weitere Informationen zur Bewerbung zu erhalten. 
18.07.2018
Erster 1+1-Event in Europa
Erster 1+1-Event in Europa
Wer könnte CEIBS auf bessere Art und Weise weiterempfehlen als diejenigen, die uns am besten kennen? Unsere Alumni sind unsere besten Promotoren. Jeder Teilnehmer der "1 + 1"-Veranstaltung wurde angehalten, einen zusätzlichen Gast oder eben, "plus one", mitzubringen, also jemand, der sich für CEIBS interessiert und Aussichten hat, an einem unserer Programme, dem MBA-, GEMBA- oder den Unternehmensprogrammen, teilzunehmen.

CEIBS veranstaltete diese Woche die ersten "1+1-Events" in Europa. Der erste fand am Montag, 16. Juli in München und der zweite am Mittwoch, 18. Juli in London statt, beide übrigens am Vorabend der CEIBS Europe Forums-Reihe an denselben Standorten. Beide Veranstaltungen begannen mit einem lockeren Erfahrungsaustausch unter CEIBS-Alumni. Es folgte, gehalten vom designierten CEIBS-Präsidenten und Marketing Professor Dipak Jain, ein Vortrag zum Thema "Rahmenbedingungen für den Aufbau und die Erhaltung von Wettbewerbsvorteilen" vor einem Publikum aus CEIBS-Alumni und ihren Plus-1-Teilnehmern sowie Freunden von CEIBS aus ganz Europa.

CEIBS lancierte 2017 das 1+1-Projekt, eine Reihe von Vorlesungen, die von führenden Dozenten aus verschiedenen Kontinenten, auf denen CEIBS Standorte hat, gehalten werden. Ziel der "1+1-Reihe" ist es, unser Band mit den internationalen Alumni zu stärken. Auf diese Weise bieten wir unseren internationalen Alumni auch die Möglichkeit, ihren Teil bei der Gestaltung der zukünftigen Studentenschaft an der CEIBS wahrzunehmen.

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